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Wettbewerb bedeutet heutzutage Ideenwettbewerb. Erfolgreich ist, wer viel erfindet. Die Anmeldung vieler Patente und die Vermarktung innovativer Produkte sind inzwischen zum Ausweis erfolgreicher Wettbewerbsfähigkeit geworden. Insofern tut jedes Unternehmen gut daran, intern geeignete Strukturen und Prozesse vorzuhalten, die die Erzeugung, Auslese und Verwertung von Ideen begünstigen.

Solche Strukturen und Prozesse können vielfältiger Natur sein. Ausgehend vom klassischen Vorschlagswesen, bei dem sich zumeist einzelne Mitarbeiter hervortun, gewinnen firmeninterne kollektive Kreativitätswettbewerbe enorm an Bedeutung. Wie ja überhaupt Kreativität inzwischen als Teamwork verstanden wird. Es gilt daher, für die kollektive Entwicklung und Verbreitung neuer Ideen geeignete Rahmen zu schaffen.

Barcamps: eine Erfindung der Web 2.0 Szene

Vor diesem Hintergrund stellen Barcamps eine besonders effektive Veranstaltungsform dar, um Kreativität zu fördern und Ideen zu generieren. 2003 von Tim O’Reilly ins Leben gerufen, dem Erfinder des Buzzword „Web 2.0“, zeichnen sich Barcamps dadurch aus, dass alle, die mitmachen wollen, aufgefordert sind selbst einen Beitrag zu leisten. Dies im Rahmen einer Konferenz oder Tagung mit Workshopcharakter, die gerade aufgrund der unkonventionellen Regeln mit den bisher bekannten Konferenzarten wenig gemein hat. Um jeweiligen Interessensgruppen einen möglichst freien Zugang zu diesen „Unconferences“ zu gewähren, sind Barcamps weitgehend kostenfrei und finanzieren sich über Sponsoring.

Symptomatisch für dieses außergewöhnliche Innovations- und Diffusionspotential von Barcamps sind die acht Barcamp-Regeln:

  1. Regel: Sprich über das Barcamp.
  2. Regel: Blogge über das Barcamp.
  3. Regel: Wenn Du präsentierst, schreibe Dein Thema und Deinen Namen auf einen Präsentationsslot (alle Slots werden dann auf einem einzigen Session Board befestigt)
  4. Regel: Stell Dich nur mit drei Schlagwörtern vor (mach’ Dich bekannt, aber nimm Dich nicht zu wichtig).
  5. Regel: Es gibt so viele Präsentationen gleichzeitig, wie es Präsentationsräume gibt.
  6. Regel: Es gibt keine vorher verabredeten Präsentationen und keine „Touristen“ (die nur zuhören und nichts beitragen).
  7. Regel: Präsentationen dauern so lange, wie sie müssen – oder bis sie sich mit dem nachfolgenden Präsentationsslot überschneiden.
  8. Regel: Es wäre gut, wenn Du gleich bei Deiner ersten Barcamp-Teilnahme eine eigene Session halten würdest (trau’ Dich, auch wenn es anfangs schwer fällt).

Das Besondere an Barcamps sind also Spontanität und Selbstorganisation. Zumeist auf ein bestimmtes Thema fokussiert, schlagen zwischen 50 und 500 Personen ad hoc bestimmte Ideen, Erfahrungen, Probleme zur Diskussion vor oder fragen diese nach. In kleineren Gruppen wird anschließend fallbezogen diskutiert, was jedem dazu einfällt. Das strenge Egalitätsprinzip gewährleistet währenddessen, dass sich möglichst alle melden und mitmachen. Denn das Event lebt vollständig von der Bereitschaft jener, die an einem Barcamp teilnehmen. Von jedem, der kommt, wird erwartet, dass er oder sie sich fortlaufend einbringt. Touristen sind unerwünscht! Eingefordert wird proaktive Partizipation, und zwar von allen. Deswegen werden Barcamps auch „Unconferences“ genannt.

Wichtig hierfür ist: Es gibt keinerlei vorab festgelegte Tagesordnung. Alles, was im Laufe eines Barcamps passiert, wird zu Anfang in großer Runde vorgeschlagen, vorgestellt und verhandelt und dies Tag für Tag erneut, solange ein Barcamp dauert. Dabei ist im Prinzip jeder Vorschlag willkommen. Je nach Interessenlage werden die einzelnen Sessions dann unterschiedlich gut besucht.

Anfangs wendeten sich Barcamps vor allem an Leute aus der Internetszene, Software-Entwickler, Startup-Unternehmer, Studenten, Nerds, Fachjournalisten und Freaks, die über neueste Trends und Technologien diskutierten. Inzwischen gibt es eine Differenzierung zwischen einigen wenigen, großen Barcamps, auf denen alle möglichen Themen verhandelt werden, und vielen kleineren Themencamps, die wesentlich selektiver angelegt sind. Die folgende Abbildung zeigt einige Themencamps in Deutschland.

Abbildung 1: Themencamp-Logos aus den letzten Jahren

Barcamps 2

Vielfältige Diskussionen auf Augenhöhe

Um einen ersten Eindruck zu vermitteln, wie ein Bar- oder Themencamp typischerweise abläuft, wird zunächst das CommunityCampBerlin (CCB) 2013 vorgestellt, das größte und älteste Themen-camp in Deutschland, das am 26. und 27. Oktober zum sechsten Mal stattfand. Angemeldet hatten sich jeweils über 300 Personen. Gekommen sind am Samstag gut 200, am Sonntag knapp 150 Teilnehmer.

Das CCB spricht vorwiegend Community- und Social Media-Manager an. Dementsprechend sah das Themenangebot aus. So wurden allein am ersten CCB-Tag folgende Themen zur Diskussion gestellt:

Tabelle 1: Themen am 1. Tag des CCB 2013

1. Community-Toolbox: Kreativität für Community-Manager
2. Politisches Campaigning 2013 – Rückblick
3. Social Media Kompetenzen
4. Social Media Travel
5. Quo vadis Facebook?
6. Blogger Relations: Do’s and Dont’s
7. Youtube Livestreaming Insides
8. Social Media Monitoring für Community Manager
9. 10 Schritte für ein gelungenes FaceBook-Gewinnspiel
10. Selbständigkeit und Gründungszuschuss – mein Odysee ins neue Leben
11. CeBIT 2014 – Web und Mobile
12. Redaktionskonferenz für CM
13. Connect – Let’s change the way we organize communication
14. Aktiv vs. Reaktiv: Moderation von Nutzerkommentaren
15. Marketing Potentiale am POS?
16. Social Media Strategie 17. Glaubst Du noch oder misst Du schon?
18. CCB-Online-Umfrage: Erste Ergebnisse
19. Forengesundheit – Indikatoren und ihre Relevanz
20. Social Media Manager Toolbox
21. Social Media Moderation im Unternehmen
22. Enterprise 2.0 Community Manager intern
23. Der wahre Stellenwert des CM – und wie vermittelt man den
24. Community Toolbox: Storytelling als Methode
25. Community Manager Selbsthilfegruppe
26. Social Media Newsroom
27. Praxisbericht zum Aufbau einer politischen “Retortengruppe”
28. Twitter im Katastropheneinsatz
29. Schluss mit der Filterbubble – Bodenkontakt für Social Media Manager
30. Social Intranet: Best Practices, Erfahrungen und Tipps
31. Corporate Social Responsibility – CSR
32. Lego mit Bricktopia – Communities, Crowdsourcing, Geschichte zum Anfassen

Alle diese Themenvorschläge wurden Samstagmorgen zwischen 10 und 11 Uhr vorgeschlagen sowie kurz vorgestellt und anschließend auf einem großen Session Board fixiert. Dabei erfolgte die Themenvorstellung genauso kurz und prägnant wie die Eigenvorstellung der Teilnehmer: möglichst mit nur drei Schlagwörtern, was bewährtermaßen zu einer sehr lustigen Serie von Selbstdarstellungen führte.

Nach dieser Vorstellungs- und Vorschlagsrunde wanderten alle Teilnehmer zum Session Board, verglichen die Themenangebote und wählten eines für sich aus. Beim CCB 2013 standen insgesamt fünf Präsentationsräume zur Verfügung. Es gab also fünf Sessions gleichzeitig, jeweils über eine Stunde hinweg. Und so verlief der gesamte Tag: Stunde um Stunde wurden neue Themen ausgewählt und frische Debatten geführt.

Erstmals wurde beim CCB Barcamp-Forschung betrieben. So betrug das Durchschnittsalter der Befragten 36 Jahre, und etwas mehr als 50 Prozent waren Frauen. Bei der Frage nach den Teilnahmemotiven ergab sich folgende Verteilung:

Tabelle: Verteilung der Teilnahmemotive

Befragtenanteil

Außer nach der Einstellung der Teilnehmer zu Bar- und Themencamps als Veranstaltungsform haben wir nach der beruflichen Situation der Community- und Social Media-Manager gefragt. 83Prozent der Befragten waren hauptberuflich in diesen Bereichen und davon 80 Prozent in einem Angestelltenverhältnis tätig. Die dazugehörige Unternehmenslandschaft, aus der die Befragten stammten, ist hinsichtlich ihrer Größe heterogen. So gaben 47 Prozent in einem Kleinunternehmen zu arbeiten, 13 Prozent aus einem mittleren Unternehmen und 35 Prozent aus einem Großunternehmen heraus den Weg zum CCB gefunden zu haben. Dabei werden von 68 Prozent der Befragten zwei oder mehr Communities innerhalb ihres Aufgabenbereichs betreut.

Die informelle Atmosphäre macht den Unterschied

In diesem Zusammenhang dürfte aber eher von Interesse sein zu erfahren, wie die Teilnehmer Barcamps erleben. Hierzu haben wir eine zweite Umfrage während des Barcamp Hamburg durchgeführt, mit rund 400 Teilnehmern pro Tag das größte und älteste Barcamp Deutschlands, das am 15. und 16. November 2013 stattfand. Denn die Erlebnisqualität, die Atmosphäre während eines Barcamps sind entscheidend für seinen Erfolg. Je informaler, familiärer, egalitärer der Umgang ist, je freizügiger und unkomplizierter der Ablauf funktioniert, desto wohler fühlen sich die Teilnehmer, desto eher sind sie bereit, aus sich herauszugehen und ein Barcamp aktiv mitzugestalten, sei es mittels eigener Sessionsangebote, in den Sessionsdiskussionen oder zwischendurch.

Beim Barcamp Hamburg belegen die Ergebnisse eindeutig, wie umfassend Barcamps von den Teilnehmern angenommen werden. So antworteten 84 Prozent der Befragten, dass sie während des Barcamp Hamburg gute Beziehungen zu anderen Teilnehmern herstellen konnten. 75 Prozent gaben an, dass sie ein besonderes Gemeinschaftsgefühl empfanden, und knapp 74 Prozent äußerten, dass sie eine besondere Verbundenheit mit anderen Teilnehmern des Barcamp Hamburg verspürten. Gut 87 Prozent meinten sogar, dass das Barcamp Hamburg 2013 eine großartige Atmosphäre aufwies. Damit korrespondiert, dass 95 Prozent angaben, beim nächsten Barcamp Hamburg auf jeden Fall wieder zu kommen, was eine enorm hohe Loyalitätsquote darstellt.

Der Grund für diese hohen Zustimmungswerte hat mit den besonderen Organisationsprinzipien von Barcamps zu tun, wie sie in den acht Barcamp-Regeln zum Ausdruck kommen. Die spezielle Mischung aus Input, Diskussion und Party durchbricht Konventionen und läßt die Neugier und Kreativität der Teilnehmer viel leichter fließen. Genau dieser Umstand könnte nun auch für und durch Unternehmen professionell genutzt werden.

Das Barcamp als Ideenschmiede für Unternehmen

Bislang sind Barcamps fast ausschließlich als freie, unternehmensungebundene Szenetreffen („Un-conferences“) durchgeführt worden. Barcamps können aber auch unternehmensintern genutzt werden, gerade wenn es um die Erzeugung, Auslese und Verwertung von Produktideen und -innovationen geht. Dies kann abteilungsbezogen, aber auch abteilungsübergreifend geschehen. Es muß nur darauf geachtet werden, dass eine Reihe von Rahmenbedingungen erfüllt werden.

Wie erwähnt, macht die besondere Atmosphäre den Unterschied aus. Man kann dies anhand einiger Merkmale verdeutlichen:

  • Inklusivität: Wichtig ist, dass prinzipiell jeder Zugang erhält, jeder sich eingeladen fühlt und es sich um ein sehr niederschwelliges Angebot zur Teilnahme handelt.
  • Egalität: Der Umgang während eines unternehmensinternen Barcamp sollte möglichst ahierarchisch erfolgen; Rangfragen müssen zurückgestellt werden. Die Unterscheidung Vorgesetzter/Untergebener nimmt gewissermaßen eine Auszeit.
  • Informalität: Damit hängt ein sehr persönlicher, direkter Umgangston, ein direktes Aufeinanderzugehen und einander Ansprechen eng zusammen, um den Fluss der Eingebungen und Ideen, aber auch Kritik zu fördern, die ein unverzichtbares Movens für Kreativität darstellt.
  • Diversität: Um eine kreative Atmosphäre zu erzeugen, braucht es eine gewisse Diversität der Teilnehmer. Es muss sichergestellt werden, dass die verbreitete Neigung zur Konformität und wechselseitigen Anpassung nicht allzu sehr zum Zuge kommt. Eine unterschiedliche Bewertung von Ideen benötigt unterschiedliche Kompetenzen und Perspektiven.
  • Catering: Die Verpflegung sollte möglichst unkompliziert erfolgen; Selbermachen ist nicht ausgeschlossen. Eine gewisse Vielfalt vorausgesetzt, mit Rücksichtnahme auf besondere Ernährungsweisen, essen alle das Gleiche, ohne Unterschied, wie in einem großen Feldlager.
  • Location: Ganz wichtig sind auch die Räumlichkeiten, nicht bloß für die Durchführung der Sessions, sondern ebenso für die Zusammenkünfte, gemeinsame Gespräche und das gemeinsame Essen. Hier wäre sogar zu überlegen, ob man nicht unternehmensexterne Räumlichkeiten vorzieht, um das Ausmaß an Befangenheit möglichst gering zu halten; unternehmenseigene Gebäude und Räume könnten sich diesbezüglich hinderlich auswirken.
  • Interieur: Die Einrichtung sollte eher spartanisch und auf das Wesentliche bezogen sein: Zusammenkunft und Ideenaustausch. Nichts sollte unnötig ablenken; wichtig ist eine Balance zwi-schen Sachlichkeit und Vertraulichkeit.
  • Moderation: Für das Gelingen eines Barcamp ist die allererste Vorstellungs- und Vorschlagsrunde hoch bedeutsam. Hier werden der Ton, das Tempo, die Offenheit öffentlich vorexerziert und standardisiert. Sollte dafür unternehmensintern kein geeignetes Personal zur Verfügung stehen, wäre jemand mit Barcamp-Erfahrung zu engagieren.
  • Vernetzung: Für das Gelingen eines Barcamps ist überdies bedeutsam, dass im Vorfeld des Events eine Vernetzung stattfindet, dass man darüber spricht, sich vorab austauscht und verabredet.
  • Website: Für diese Art der Vernetzung haben sich spezielle Barcamp-Plattformen herausgebildet, wie beim Barcamp Hamburg und dem CommunityCampBerlin. Über diese Plattformen melden sich die Teilnehmer kostenlos an und verständigen sich auch schon wechselseitig.
  • WLAN etc.: Barcamps sind eine Erfindung der Web 2.0 Szene. Deswegen stehen digitale Medi-en hoch im Kurs. Außerdem wird fortlaufend getwittert und gebloggt; es werden ständig Photos gemacht und unverzüglich eingestellt, bei flickr und anderen dafür geeigneten Plattformen.

Diese technische Infrastruktur stellt ein sehr charakteristisches Begleitphänomen von Barcamps dar; ob dies unternehmensbezogen realisiert werden kann oder auch nur erwünscht ist, muß im Einzelfall geklärt werden.

Dies sind einige zentrale Merkmale zur unternehmensinternen Durchführung von Barcamps. Offensichtlich ist, dass die Besonderheit von Barcamps nicht mit jedem Unternehmen, mit jeder Unternehmenskultur gleichermaßen harmonieren dürfte. Nichtsdestotrotz mag es in jedem Unternehmen Vorgesetzte wie Untergebene geben, die sich auf einen solch offenen Erfahrungsraum bereitwillig einlassen mögen. Dann zeigt sich: Insights, Ideen und Innovationen lassen sich durch Barcamps besonders effektiv generieren.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt die Forschergruppe
„Gewaltgemeinschaften“ mit Sprecherrolle in Kassel für weitere drei Jahre.
Untersucht werden Regeln, Praktiken und Dynamiken von Gruppen, die sich
durch Gewaltausübung definieren.

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Begreift man die Funktion von Marken als eine Form der strukturellen Kopplung von Unternehmen und Kundschaft – materialiter prozessiert durch ein komplexes Netzwerk von Kommunikationsstrukturen, an dem nicht nur das Unternehmen in Gestalt des Marketing, sondern auch die von ihm beauftragten Werbeagenturen, eine Vielzahl von Fach- wie Massenmedien und nicht zuletzt die Kunden(kollektive beteiligt sind, die eine nicht unbeträchtliche Eigendynamik entfalten –, zeigt sich, daß Marketing keineswegs eine Kompetenz darstellt, die exklusiv bestimmten Spezialabteilungen zufällt, ausschließlich von einer dafür ausgebildeten Profession ausgeübt. Vielmehr besitzt Marketing ubiquitäre Qualität: Letztlich geht von jeder Stimme, die sich markenbezogen äußert, ein jeweils näher noch zu bestimmender Marketingeffekt aus.

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A venture into the discursive practices of community building

Conceptions of community were at the heart of inter- and post-war discourses of (re)construction, both in communist Eastern Europe and the democratic West. Building on political and scientific discourses of community-building, and infused by the traumatic ruptures in (local) society during the Second World War, the idea of creating and sustaining social coherence became a shared consensus. At various levels, and referring to a variety of collectives, ‘community’ – Gemeinschaft, gemeenschap, communauté etc. – was perceived as imperative for stability, prosperity and welfare. This conference addresses the various discourses and conceptions of community in Europe in from the end of the First World War up until the late 1960s from a multilevel perspective – local, national and transnational – and through a focus on communicative practices. The latter refers to the embeddedness of community discourse in language, but also takes into account how this discourse is – performatively – acted out in social and politico-administrative practices.

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Mit einer kleinen Verzögerung wird darauf hingewiesen, daß am letzten Wochenende 27./28. Oktober das CommunityCampBerlin zum fünften Mal stattgefunden hat. Wie immer gut besucht und bei glänzender Stimmung haben sich 150 bis 200 Personen zusammengefunden, um sich über neueste Trends bezüglich Community Building & Management auszutauschen.

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Die Folge dieser Entwicklung ist, daß auf Grundlage der drei Merkmale „shared consciousness of kind“, „rituals and traditions“ und „moral responsibility“ – so undifferenziert, wie sie konzipiert wurden, und angesichts sehr schwacher empirischer Belege – nicht ausgeschlossen werden kann, daß bei den untersuchten Phänomenen jedes in der 9-Felder-Matrix aufgeführte Sozialgebilde tendenziell involviert sein könnte. Es fehlt schlichtweg die eindeutige Diskriminierbarkeit. Dabei bietet sich, studiert man die erwähnten Quellentexte aufmerksamer, von den „Brand Community“-Beiträgen ganz zu schweigen, ein Ausweg an, der dem Charakter dessen, was hier jeweils mit „brand community“ gemeint wird, in der Regel wohl am nächsten kommt. Denn an Stelle des „community“-Begriffs wird dem „network“-Begriff viel öfters der Vorzug gegeben.

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Wendet man sich vor diesem Hintergrund der „Brand Community“-Forschung zu, die inzwischen eine beachtliche Größe und Dynamik gewonnen hat, wäre nunmehr zu prüfen, ob und inwieweit der jeweils untersuchte Gegenstand in all diesen Studien dem entspricht, was hier als Idealtypus der Gemeinschaft skizziert wird, oder präziser formuliert: Es wäre zu prüfen, wie weit dieser Gegenstand vom Idealtypus notwendigerweise abweicht. Hierzu müßte, würde man ganz systematisch vorgehen, jeder einzelne Beitrag daraufhin begutachtet werden. Dies dürfte den hier gesetzten Rahmen wohl sprengen.

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