Mit Datum vom 29. Januar 2008 ist beim Marketing Forum folgender Beitrag aufgetaucht:
Was taugen Online-Communities?
Sie schießen wie Pilze aus dem Boden: Online-Communities, die Gemeinschaften von Menschen, die sich mit unterschiedlichsten Interessensgebieten auf extra für sie eingerichteten Plattformen im Internet begegnen und austauschen. Funktionierende Online-Communities wie zum Beispiel YouTube sind hervorragende Begegnungsflächen, auf denen sich Community-Mitglieder engagieren. Ein Engagement, das Sie als werbungtreibendes Unternehmen nutzen können. Vorausgesetzt Ihre Community fühlt sich im Umfeld der Plattform wohl. Was liegt da näher, als die Nutzer direkt zu fragen: eine Frage, die in letzter Zeit stark an Aktualität gewonnen hat, weil einige Communities durch eine verstärkte kommerzielle Nutzung ins Gespräch gekommen sind.
Um hier einerseits den verunsicherten Nutzern eine neutrale Austauschplattform, aber auch den Plattform-Betreibern Feedback zu geben, hat der Community-Spezialist Dr. Schengber & Friends (DSaF) aus Münster nextVZ ins Leben gerufen.
„Studenten erzählten mir von dem Unmut wegen der AGB-Änderung bei StudiVZ und dass die Nutzer kein Gehör finden – das veranlasste uns zu nextVZ – der Meinungsplattform für Nutzer“ sagt Prof. Dr. Ralf Schengber. In etlichen Foren können sich Nutzer intensiv über Gutes und Schlechtes oder Wünschenswertes und Überflüssiges aus ihren Communities austauschen und sie benoten.
Auf diese Weise soll ein Gesamtbild einzelner Communities aus Nutzersicht entstehen, das auf die nächste Generation von Communities positiven Einfluss hat und zu einem neuen Standart für Nutzerfreundlichkeit für Communities der nächsten Generation führt.
Noch sind die Inhalte bei nextVZ dünn gesät, aber dies ist angesichts der Kürze der Betreibung nicht weiter verwunderlich. Die DIREKT MARKETING Redaktion ist gespannt, was sich hier zukünftig tut und wird an dieser Stelle im Magazin DIREKT MARKETING von Zeit zu Zeit über die Entwicklung von nextVZ berichten.
Wenn Sie uns zwischenzeitlich Ihre Meinung zur Zielsetzung von nextVZ und deren Aktivitäten mitteilen wollen, freuen wir uns auf Ihre Zuschriften. Einfach per E-Mail an DIREKT MARKETING bewegt» info@im-marketing-forum.de.“
Ein bißchen haftet dieser Forschungsinitiative die Problematik „Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben“ an, wird doch aufgrund von Beschwerden einzelner Online Community-Mitglieder darüber, daß sie kommerziell mißbraucht werden sollen, Forschung initiiert, um herauszufinden, wie man Online Communities (am Ende auch) kommerziell mißbrauchen kann, oder nicht?
Übrigens findet sich eine Antwort auf die oben gestellte Frage im Blog „Kondensmilch“ mit dem Beitrag „Communities als Marketinginstrument„, mehr als zwei Jahre alt! Warum dauert das immer so lange? Institutional Inertia…
Nachtrag: Seit neuestem bietet das Zukunftsinstitut von Matthias Horx Weiterbildung im Bereich „Social Commerce“ an – mit 75 € ist jedermann dabei – und zwar mit der Schlagzeile: „Verkaufen im Community-Zeitalter“
- soweit ist es also schon gekommen: Das Community-Thema wird epochal!