Am Donnerstag findet die Consumer Culture Theory 2008 Conference in Boston statt, auf der eine ganze Reihe von Vorträgen zu Community-Themen gehalten werden. Insofern könnte man sagen: Noch ist das Thema wissenschaftlich nicht ganz tot! Wenn ich zurück bin, wird berichtet.
Consumer Culture Theory 2008 Conference
16. Juni 2008 von Dr. Kai-Uwe Hellmann
„Nicht ganz tot“? Einige der Vorträge und Panels klingen sehr spannend, die Konferenz ist leider irgendwie an mir vorbeigegangen. Besonders interessant finde ich „Ordinary Cosmopolitanism in the Global Marketplace: Web-based Communities as Sites of Consumer Resistance“ Jetzt ist anscheinend auch schon das Konzept des banalen Kosmopolitismus in der Konsumforschung angekommen? Faszinierend.
Da es immer mehrere Panels nebeneinander gibt, koennen nie alle zugleich besucht werden, aber das Thema „Ordinary Cosmopolitanism in the Global Marketplace: Web-based Communities as Sites of Consumer Resistance“ fand ich ebenfalls ganz reizvoll. Mal sehen, ob ich es dahin schaffe.
Obgleich die CCT-Conference in Boston schon vier Wochen zurückliegt, doch noch eine Abschlußbemerkung dazu:
Hinsichtlich der Community-Forschung konnte mit Blick auf die Bostoner Conference noch nicht von einem Abgesang gesprochen werden. Wie schon die Referatsauflistung kund tut, haben sich doch noch relativ viele Beiträge mit Communities oder Community-ähnlichen Phänomenen befaßt.
Gleichwohl hat die Präsentation der Projekte und Befunde eher den Eindruck von Einkäschern & Sammeln gemacht, ein bißchen wie Schmetterlingsjagd. Eine systematische Organisation der Community-Forschung steht noch aus, wird momentan aber auch nicht beharrlich betrieben. Dominant sind eher punktuelle Studien, die Fortführung von schon Geleistetem, wenig Originelles, keine sichtbare Bereitschaft, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, viel PhD-Präsentationen zwecks Karriereförderung – muß auch sein, keine Frage.
Möglicherweise bringt die ACR-Conference in San Francisco im Oktober noch was Neues, fliegt jemand rüber?